In der modernen digitalen Welt ist eine professionelle Website ein entscheidender Erfolgsfaktor für jedes Unternehmen. Sie ist oft der erste Eindruck, den potenzielle Kunden gewinnen – und dieser sollte überzeugen.
Besonders für viele Existenzgründer, Handwerker, Kleingewerbetreibende und Freelancer ohne IT-Affinität stellt sich die Frage: Wie komme ich stressfrei zu einer professionellen Website? Stundenlang Texte tippen, Bilder zusammensuchen und sich mit komplizierten Programmen herumärgern? Dafür haben die meisten der genannten Geberbetreibenden weder Zeit noch Lust.
Aber Dank KI und Website-Baukasten lässt sich doch eine eigene Internetpräsenz in wenigen Sekunden erstellen. So suggeriert es zumindest die Werbung, wie die zwei Banner der Firma IONOS zeigen.
Aber klappt das wirklich? Die KI Gemini des großen Suchmaschinendienstes Google sagt dazu: „Ja und nein. Das Versprechen „Website in 30 Sekunden“ ist im Jahr 2026 zwar technisch wahr, aber man muss ehrlich unterscheiden, was du in dieser Zeit bekommst – und was danach noch kommt.

Die Website wird in zwei Phasen erstellt:
1. Die „Sekunden-Phase“: Das Grundgerüst
In den ersten 30 bis 60 Sekunden passiert tatsächlich Magie. Nachdem du ein paar Fragen beantwortet hast (Branche, Firmenname, Stil), erstellt die KI:
- Ein passendes Layout (Design-Struktur).
- Erste Texte, die auf deine Branche zugeschnitten sind.
- Passende Bilder (aus Stock-Datenbanken oder KI-generiert).
- Ein funktionierendes Kontaktformular.
Das Ergebnis: Du hast eine Website, die man theoretisch sofort veröffentlichen könnte. Sieht sie gut aus? Meistens ja. Ist sie fertig? Fast nie.
2. Die „Minuten-Phase“: Die Individualisierung
Nach der schnellen Generierung beginnt die eigentliche Arbeit. Realistisch solltest du eher mit 30 bis 60 Minuten rechnen, um folgende Dinge zu erledigen:
- Feinschliff der Texte: Die KI schreibt oft generisch. Du willst deine eigene „Stimme“ einbringen.
- Eigene Bilder hochladen: Stockfotos wirken oft unpersönlich.
- Struktur anpassen: Vielleicht gefällt dir die Reihenfolge der Sektionen nicht.
- Rechtliches: Impressum und Datenschutzerklärung müssen rechtssicher angepasst werden (viele Baukästen bieten dafür Generatoren an).“
Aber die Wahrheit sieht ganz anders aus. Die Anpassung der Struktur stellt für viele Laien – oder „normale Smartphone- oder PC-Nutzer“ durchaus eine Herausforderung dar, ebenso wie die Formatierung von Fotos. Auch bei Rechtstexten – besonders der Datenschutzerklärung - bin ich bei den vorgenannten Generatoren skeptisch. Und dann kommt auch noch die Cookie-Richtlinie hinzu, jener lästige Banner, der heute praktisch jede Website ziert.
Es gibt eine Vielzahl neuer Artikel im Netz (Stand Anfang 2026), die sich mit Website-Baukästen beschäftigen. Stellvertreten sollen hier aufgeführt werden:
websitewissen chip.de fuer-gruender.de tooltester.com experte.de handelsblatt.com
Die Testergebnisse unterscheiden sich zwar, einige bekannte Baukästen, wie Wix und die Produkte von IONOS und Strato - tauchen aber immer wieder an der Spitze auf.
Ich will an dieser Stelle eine eigene Untersuchung anstellen und folgende wenige Parameter fixieren:
Erstellt werden soll eine Homepage mit der Vorstellung des Gewerbes, Leistungsdaten und einem Kontaktformular unter Beachtung der DSGVO-Vorschriften. Ein solcher „Onepager“ muss bei Bedarf später erweiterbar sein, zunächst etwa so aussehen, wie im nebenstehenden Screenshot mit Verlinkung dargestellt, und folgende Bedingungen erfüllen:
- Die Erstellung der Website soll KI-unterstützt erfolgen.
- Der Baukasten muss für die eingangs definierte Zielgruppe (Existenzgründer, Handwerker, Kleingewerbetreibende und Freelancer ohne IT-Affinität) bedienbar sein, das heißt, nachträgliche Änderungen sind intuitiv möglich.
- Der Baukasten ist kostenlos in einer Basisversion verfügbar oder erlaubt eine Testphase, auf die eine kostenpflichtige Version mit Monatsgebühren von maximal 10 € folgt.
Ich beginne mit meinem Favoriten, der in keiner der zuvor genannten Artikel auftaucht, mit
1. Soloist.ai
Im Gegensatz zu Baukästen wie Wix, Jimdo, IONOS oder Strato gibt es bisher leider keine deutschsprachigen Video-Tutorials auf Youtube.
Deshalb an dieser Stelle eine kurze Anleitung:
Der Baukasten wird über https://soloist.ai aufgerufen. Wem die englische Sprachversion von „Solo“ nicht behagt, kann die Seitenübersetzung einschalten (bei Google Chrome ein Standardangebot). Der wirklich sehr einfache Ablauf lässt sich über die folgenden Screenshots leicht nachvollziehen.
Einige kurze Anmerkungen dazu. Die Anmeldung bei Solo erfolgt entweder über ein vorhandenes Google-Konto (Gmail-Adresse) oder eine beliebige E-Mail-Adresse. An diese wird ein Code gesendet, den man einfach einträgt. Eine separate Registrierung ist also nicht erforderlich.
Um gute Ergebnisse zu erzielen, sollte man vor dem Start eine aussagekräftige Beschreibung seiner Tätigkeit (oder über den gewünschten Inhalt der Website) formulieren. Ich empfehle mindestens 100 Wörter, besser 200. Dieser "Prompt" (in KI-Sprache) dient der KI zur Texterstellung.
Das nach etwa zwei Minuten Erstellungszeit vorliegende Ergebnis ist recht ansprechend, wie man auf https://soloist.ai/altbausanierung sehen kann. Allerdings fehlen noch die rechtlich notwendigen Texte für einen Gewerbetreibenden (Impressum, Datenschutzerklärung, Cookie-Hinweise). Diese lassen sich recht einfach ergänzen. Auch der Austausch von Fotos gestaltet sich problemlos. Damit der vorliegende Artikel nicht zu umfangreich ausfällt, werde ich kurzfristig dem Solo-Baukasten noch einen gesonderten Blogbeitrag widmen.
Kernfunktionen und Vorteile von Solo:
- Keine Coding erforderlich: Der gesamte Prozess läuft über eine einfache Eingabe von Anforderungen (Farben, Abschnitte, Texte).
- KI-Inhalte & Bilder: Die KI erstellt Texte und wählt passende Bilder aus.
- Mobile-Optimierung: Die generierten Seiten sind direkt für Desktops und Mobilgeräte optimiert.
- Fokus auf Schnelligkeit: Geeignet, um schnell eine Online-Präsenz zu erstellen.
- Suchmaschinenoptimierung über Keywords, Anbindungen Google Analytics möglich
- Kostenloses Hosting: Soloist.ai bietet kostenloses Hosting und die Aufschaltung einer eigenen Domain an.
Den letzten Punkt möchte ich noch einmal besonders hervorheben. Soloist.ai ermöglicht in seinem kostenlosen Plan als einziger (mir bekannter) Website-Baukasten das – sehr einfache - Aufschalten einer eigenen Domain (www.mein-eigener-Domainname.de). Auch das werde ich in dem bereits avisierten Folgeartikel noch genau beschreiben. Natürlich gibt es bei einem kostenlosen Produkt auch Einschränkungen. Gravierend ist die fehlende Möglichkeit für ein Backup der Website. Dieser Nachteil betrifft allerdings die meisten der noch vorgestellten Baukästen.
2. Strikingly
Strikingly ist der zweite einfach zu handhabende Baukasten, der in einschlägigen Artikel kaum Beachtung findet. Zu Unrecht, wie ich finde. Mit dem Fokus auf Onepager bietet das Programm mit seiner deutschen Benutzeroberfläche einen sehr leicht zu erlernenden Drag-and-Drop-Builder, mit dem man eine mittels KI erzeugte Website schnell anpassen kann.
Zudem gibt es eine kostenlose Basisversion, mit der sich einsteigertauglich zunächst die Funktionalität testen lässt. Ein konkretes Beispiel zum Thema „Altbausanierung – alles aus einer Hand“ verdeutlich das. Wichtige Voraussetzungen für den Start ist die Formulierung der Tätigkeitsbezeichnung, dem sogenannten Prompt für die KI.
Und so einfach geht die Erstellung der eigenen Homepage (im Anschluss an diese Kurzbeschreibung gibt es eine Galerie mit Screenshots, die den Text veranschaulichen):
- www.strikingly.com im Browser aufrufen
- Den Vornamen, eine E-Mail-Adresse, ein (neu gewähltes) Passwort eingeben, die Nutzungsbedingungen akzeptieren und auf „Fangen Sie an. Es ist kostenlos!“ klicken.
- Einen Titel vergeben, die – möglichst präzise - Beschreibung der Tätigkeit eingeben und gewünschte Einstellungen vornehmen, z. Beispiel einseitige Website, Sprache Deutsch und mit oder ohne Logo. Hier besteht also die Möglichkeit, ein digital vorhandenes Logo hochzuladen.
- Auf Bestätigen und Generieren klicken. Es wird ein Code an die eingangs hinterlegte E-Mail-Adresse geschickt, der zur Bestätigung dieser eingetragen werden muss.
- Die Website wird KI-gestützt generiert.
- Aus drei verschiedenen Layouts kann eines ausgewählt werden. Entspricht die erste Generierung noch nicht den Vorstellungen, können drei neue Layouts erstellt werden. Das dauert nur wenige Sekunden
- Nach Bestätigung eines der Layoutvorschläge, gelangt man zum Editor und kann hier die Website anpassen. Eine kurze Tour zu den Möglichkeiten der Website-Anpassung erleichtert die Bedienung des Programms.
- Ein Klick auf Veröffentlichen und auf „kostenlose Veröffentlichung“, bietet abschließend die Möglichkeit zur Namensvergabe, zum Beispiel altbausanierung.mystrikingly.com
Die nicht bearbeitete Seite sieht dann so aus:
https://altbausanierung.mystrikingly.com/
https://website-stressfrei.mystrikingly.com/
Vor- und Nachteile von Strikingly im Überblick:
Vorteile
· Geschwindigkeit: Innerhalb von ca. 30 Minuten lässt sich eine vorzeigbare Website online stellen. Voraussetzungen: guter Prompt für die KI, Rechtstexte vorhanden.
· Template-Wechsel jederzeit möglich: Im Gegensatz zu anderen Baukästen, wie Wix oder beim IONOS-Baukasten, kann man bei Strikingly das Design-Template auch nachträglich jederzeit wechseln. Die Inhalte werden automatisch in das neue Layout übertragen.
· Spezialist für One-Pager: Die Struktur ist perfekt für Landingpages, Portfolios oder einfache Visitenkarten im Netz optimiert.
· Sehr einsteigerfreundlich: Der Editor ist so stark vereinfacht, dass man eigentlich kaum etwas falsch machen kann.
· Backup möglich in den Einstellungen über "Klonen der Website"
· Guter Support: Der „Happiness-Support“ (Chat) gilt als sehr schnell und hilfsbereit.
Nachteile
· Eingeschränkte Gestaltungsfreiheit: Elemente lassen sich nicht frei platzieren. Es gibt nur vordefinierte Sektionen und Layouts.
· Wenig suchmaschinenfreundlich: Für einfache Begriffe reicht es, aber wer komplexes SEO für Unterseiten betreiben möchte, stößt bei Strikingly schnell an Grenzen.
· Kostenlose Version mit Branding: Im Gratis-Tarif ist ein recht präsentes Strikingly-Logo auf der Seite zu sehen und man kann keine eigene Domain aufschalten, wie bei Soloist.ai.
3. Webme
Webme (früher bekannt unter dem Namen „Homepage-Baukasten.de“) ist ein deutsches Produkt. Es richtet sich primär an Einsteiger, die ohne jegliche Programmierkenntnisse eine kostenlose einfache Website erstellen möchten. Die kostenpflichtigen Pläne liegen in einem Bereich zwischen 8 und 20 Euro pro Monat.
Die Erstellung eines Onepager ist wirklich sehr einfach und zwar, wie folgt:
- Webme aufrufen
- Registrierung über E-Mail und Passwort
- Eine Beschreibung – den KI-Prompt formulieren (max. 500 Zeichen)
- Den Namen für die Website vergeben
- Ein Design wählen. Leider ist die Auswahl stark beschränkt
- Das Paket free wählen
- Die Tour starten, um die Seite editieren zu können
- Seite veröffentlichen
Der Ablauf ist aus den folgenden Screenshots ersichtlich.
Meine Musterseite sieht dann so aus:
https://caduxt.webmepage.com/abjetztonline
Vorteile von webme
- Extreme Einsteigerfreundlichkeit: Die Bedienung ist sehr intuitiv. Wer ein Word-Dokument bearbeiten kann, kommt in der Regel auch mit webme zurecht.
- Kostenloser Einstieg: Es gibt eine dauerhaft kostenlose Version. Das ist ideal zum Ausprobieren oder für sehr kleine private Projekte (z. B. eine Seite für den Hobby-Verein).
- Deutscher Anbieter: Da das Unternehmen in Deutschland sitzt, sind die Serverstandorte und die Vertragssprache deutsch. Das ist besonders im Hinblick auf die DSGVO und den Support ein Pluspunkt.
- Integrierte Funktionen: Grundlegende Features wie Gästebücher, Kontaktformulare und einfache Bildergalerien sind leicht per Klick aktivierbar.
- Schnelligkeit: Man kann sehr schnell eine Seite online bringen, da die Komplexität bewusst niedrig gehalten wird.
Nachteile von webme
- Veraltetes Design: Viele der angebotenen Vorlagen wirken im Vergleich zu modernen Baukästen etwas „retro“ oder weniger professionell.
- Eingeschränkte Flexibilität: Starke Beschränkung auf das vorgegebene Gerüst. Individuelle Anpassungen am Layout oder tiefgreifende Design-Änderungen sind nicht möglich.
- Werbung in der Gratis-Version: In der kostenlosen Variante wird deutlich sichtbare Werbung eingeblendet.
- Skalierbarkeit: Wenn das Projekt wächst, stößt webme schnell an seine Grenzen.
4. Jimdo
Der deutsche Anbieter Jimdo wendet sich vor allem an Einsteiger, Freiberufler und kleine Unternehmen mit dem Versprechen, eine professionelle Website ohne Programmierkenntnisse in kürzester Zeit erstellen zu können. Dabei setzt man auf zwei verschiedene Wege: die KI-gestützte Erstellung der Website mit Companion und den – schon etwas in die Jahre gekommenen - Jimdo Creator als klassische System für mehr Flexibilität.
Der Ablauf zur Erstellung eines Onepagers per KI ähnelt den zuvor beschriebenen Methoden mit Registrierung, der Formulierung eines Prompts und der Auswahl des Layouts. Das Ergebnis überzeugte mich in Bezug auf Layout und vor allem, was die ausgewählten Fotos betraf, nicht. Das Ergebnis ist im Screenshot und dem Aufruf meiner Musterseite zu sehen.
Vorteile
- Einfache Bedienung und schnelle Website-Erstellung
- Hohes Niveau bei Datenschutz und Rechtssicherheit (Abmahnschutz)
- Neben dem kostenlosen Tarif gibt es vergleichsweise günstige Pläne mit eigener Domain
- Geschwindigkeit: Man kommt buchstäblich in 10 bis 15 Minuten zu einer Website.
- Gute Mobile-Optimierung
- Überschaubare Auswahl an Designs/Templates
- Nicht geeignet für die Erstellung komplexer Websites
- Stark eingeschränkte Bilddatenbank
- Eingeschränkte Flexibilität: Das einfache System ist ein zweischneidiges Schwert. Man kannst keine Elemente frei auf der Seite positionieren, sondern ist an das vorgegebene Raster gebunden.
- Begrenzte SEO-Optionen
Das Thema Backup ist auch bei Jimdo, wie bei den meisten Baukästen, ein „heißes Eisen“. Dazu steht im Hilfe-Center (Zitat):
Wie erstelle ich ein Backup meiner Jimdo Seite?
Inhalte deiner Website, die du selber gelöscht hast, können nicht wiederhergestellt werden. Wir lassen täglich Sicherheitskopien aller Jimdo Seiten erstellen und hinterlegen sie auf einem separaten Server. Somit können wir, falls es einen Fehler in unserem System geben sollte, alle Jimdo Seiten wiederherstellen. Aber keine Sorge: dieser Fall ist noch nie eingetreten.Unser Backup erlaubt uns allerdings nicht, einzelne Inhalte, Unterseiten oder die Website eines/einer einzelnen Nutzer*in zu rekonstruieren. (Zitatende)
Nachfolgend werden noch einige Baukästen, die ich selbst getestet habe, in Kurzform vorgestellt.
5. 123site
Eine von mir mit site123 in wenigen Minuten durch Eingabe eines Prompts KI-erzeugte Homepage macht zunächst einen ansprechenden Eindruck. Der Aufruf unter den Namen https://69a016064bd52.site123.me/ , der sich in der Gratis-Version des Baukastensystems nicht ändern lässt, erscheint allerdings für den professionellen Einsatz ungeeignet. Hinzu kommt, dass man Rechtstexte, wie Impressum und Datenschutz, extra generieren muss. Mir gelang dies zunächst nur über die Erstellung von Blogartikeln. Vielleicht gibt es bessere Möglichkeiten. Da die DSGV-Konformität, wie SSL-Verschlüsselung und Cookie-Banner-Einstellungen, aufgrund des internationalen Hostings ohne dedizierte EU-Server und teilweise fehlender, proaktiver Datenschutzvorkehrungen nur bedingt für den strengen deutschen Markt geeignet erscheinen, kann ich die freie Version des Baukastens nicht explizit empfehlen.
6. Nicepage
Die KI-Generierung einer kostenlosen Website erfolgt mit Nicepage nur über eine einzige „Berufsbezeichnung“ (auch in Deutsch) und die Auswahl von Fotos (Unsplash oder eigener Dateiupload). Die Bedienung ist zwar sehr einfach, die Erstellung eines Onepagers geht schnell und die Veröffentlichung lässt sich als Subdomain, z. B. https://glasreinigung.nicepage.io/, konfigurieren, um allerdings eine ansprechende Homepage zu erstellen, bedarf es eines nicht unerheblichen zusätzlichen Anpassungsaufwands. Dazu gehört auch die manuelle Konfiguration der DSGVO-Konformität, wie die Zuschaltung eines Cookie-Banners.
7. Durable
Über Durable lässt sich schnell und einfach per KI eine einfache Homepage - meine Beispielseite ist unter https://website-stressfrei.durable.site/ zu finden - generieren, allerdings ist man im Layout durch die angebotenen Themes stark eingeschränkt. Einige vorgefertigte Module, wie zum Beispiel das Kontaktformular stehen nur in Englisch zur Verfügung.
8. Webador
Nach der recht einfachen, KI-generierten Erstellung der Website gibt es in der kostenlosen Version praktisch keine sinnvolle Möglichkeit zur Veröffentlichung. Dazu wird in den FAQ ausgeführt:
„Wie kann ich meine kostenlose Website veröffentlichen? Sobald du deine kostenlose Website erstellt hast, möchtest du sie wahrscheinlich mit anderen teilen. Du kannst die private URL deiner Website teilen.“
Um die Website im Internet frei zugänglich zu machen, muss eine kostenpflichtige Domain ab 2,75 €/Monat (1 Jahr, danach 5,50 €) erworben werden.
Nicht bewertet – ohne Gewichtung
Die drei folgenden Homepage-Baukästen entsprechen nicht den eingangs von mir gewählten Kriterien, sollen aber aufgrund ihres Bekanntheitsgrades und der Funktionalität kurz charakterisiert werden. Ausführliche Beschreibungen zu allen drei Produkten, inklusive Video-Tutorials findet man sehr schnell und einfach im Netz.
Wix
Wix gilt auch im Jahr 2026 als einer der vielseitigsten Homepage-Baukästen am Markt. Die Software bietet eine enorme Gestaltungsfreiheit, ist aber keinesfalls geeignet für Einsteiger, die den schnellen Erfolg bei der ersten Erstellung einer Website suchen. Dafür ist die Bedienung einfach zu komplex.
Kompakte Übersicht der Vor- und Nachteile:
Vorteile
- Maximale Design-Freiheit: Dank des "Pixel-Perfect" Drag-and-Drop-Editors können Elemente fast überall frei platziert werden.
- Im Gegensatz zu vielen anderen Baukästen ist man kaum an starre Raster gebunden.
- Riesige Template-Auswahl: Wix bietet hunderte professionelle Design-Vorlagen für fast jede Branche.
- App-Markt & Funktionen: Mit über 500 Apps (z. B. für Buchungssysteme, Restaurant-Menüs oder Mitgliederbereiche) lässt sich die Seite funktional stark erweitern, ohne dass Programmierkenntnisse erforderlich sind.
- Wix AI: Der KI-Assistent hilft sehr effizient dabei, innerhalb von Minuten ein Grundgerüst für die Website inklusive Texten und Bildern zu erstellen.
- Rundum-Sorglos-Paket: Hosting, Sicherheit (SSL) und Backups sind inklusive. Man musst sich nicht um technische Updates kümmern.
Nachteile
- Kein Template-Wechsel möglich: Das ist der größte Kritikpunkt. Hat man sich einmal für ein Design-Template entschieden, lässt es sich später nicht einfach gegen ein anderes austauschen, ohne den gesamten Inhalt manuell neu einzupflegen.
- Eingeschränkte Ladezeiten (Mobile): Obwohl Wix durch eine neue Rendering-Engine schneller geworden ist, sind die Ladezeiten auf Mobilgeräten oft spezialisierteren Systemen unterlegen.
- Kein voller Datenexport: Nutzer sind an die Plattform gebunden. Wer später zu einem anderen Anbieter (wie WordPress) umziehen möchte, kann seine Website nicht einfach "mitnehmen" und musst sie meist komplett neu erstellen.
- Preisstruktur: Die werbefreien Tarife sind im Vergleich zu einfachem Webhosting eher im oberen Preissegment angesiedelt.
Wix ist ideal für kleine Unternehmen und Kreative, die volle Kontrolle über die Optik ihrer Seite wollen, ohne sich mit Code zu beschäftigen. IT-Affinität und Erfahrung mit der Website-Erstellung sind jedoch für die Erstellung eines professionellen Ergebnisses von großem Vorteil. Andernfalls wird man sehr viel Zeit investieren müssen, um eine gut gestaltete Website zu generieren.
IONOS Homepage-Baukasten

Der auch unter dem Namen MyWebsite geführte Website-Builder ist eine der bekanntesten Lösungen für Einsteiger und kleine Unternehmen, um ohne Programmierkenntnisse eine professionelle Homepage zu erstellen. Seit 2026 setzt IONOS verstärkt auf künstliche Intelligenz (KI), um den Erstellungsprozess fast vollständig zu automatisieren.
Der Baukasten ist in verschiedene Modi unterteilt, um unterschiedliche Nutzertypen anzusprechen:
- KI-Generator: Man beantworten zunächst einige Fragen zum eigenen Geschäftsmodell. Daraus erstellt die KI Texte, Bilder und das Layout automatisch.
- Sektionsbasierter Editor (MyWebsite Now): Ein modernes System, bei dem fertige Design-Blöcke (Sektionen) zum Seitenaufbau genutzt werden. Das sorgt für ein sauberes Layout, schränkt aber die kreative Freiheit ein. Diese Verfahrensweise sichert das responsive Design für Mobilgeräten.
- E-Commerce: Spezielle Tarife ermöglichen den Aufbau eines Onlineshops mit Lagerverwaltung, verschiedenen Zahlungsarten und Anbindung an Marktplätze wie Amazon oder eBay.
Vor- und Nachteile im Überblick
Vorteile:
- Einsteigerfreundlich: Dank des KI-Assistenten steht ein Grundgerüst oft in weniger als 10 Minuten.
- Guter Support: IONOS bietet als einer der wenigen Anbieter persönlichen Telefon-Support und sogar dedizierte persönliche Berater an.
- Alles-aus-einer-Hand: Domain, SSL-Zertifikat und professionelle E-Mail-Postfächer sind in den verschiedenen Paketen bereits enthalten. DSGVO-Konformität wird gewährleistet.
- Preisstruktur: Die Einstiegspreise sind oft sehr günstig (ab 1 € im ersten Jahr).
- Integrierte Tools: Sehr gute hauseigene Analysetools und ein integrierter SEO-Assistent helfen bei der Sichtbarkeit.
Nachteile:
- Eingeschränkte Kreativität: Im Vergleich zu Tools wie Wix ist man an die vorgegebenen Sektionen gebunden. Elemente lassen sich nicht "pixelgenau" platzieren.
- Kein Layout-Wechsel möglich: Wie auch bei Wix gilt, hat man sich einmal für ein Design-Template entschieden, lässt es sich später nicht einfach gegen ein anderes austauschen, ohne den gesamten Inhalt manuell neu einzupflegen.
- Preissprünge: Die günstigen Einstiegspreise steigen nach 6 oder 12 Monaten deutlich an (oft auf über 10 € pro Monat).
- Kein kostenloser Tarif: Es gibt keine Gratis-Version, nur eine sieben Tage gültige Testversion ohne Möglichkeit zur Veröffentlichung der Website.
- Wenig Flexibilität bei Umzug: Ein Export der gesamten Seite zu einem anderen Hoster ist technisch kaum möglich. Man ist an das IONOS-System gebunden.
Zusammenfassung: IONOS stellt einen leistungsfähigen Baukasten zur Verfügung. Besonders in der Kombination mit dem Shopsystem bietet die Software eine einsteigerfreundliche Lösung. In Kundenprojekten überzeugte mich die Software durchaus. Allerdings sind die Preisstruktur und die fehlende Möglichkeit zur Veröffentlichung der Testumgebung die Kriterien, weshalb ich das System nicht in meine Bewertung aufgenommen habe.
Strato Homepage-Baukasten
Der Strato Homepage-Baukasten – auch als Strato SmartWebsite bekannt - ist das direkte deutsche Konkurrenzprodukt zu IONOS und richtet sich primär an Einsteiger, die eine schnelle und rechtskonforme Lösung suchen. Seit 2026 setzt Strato wie die meisten Marktführer auf eine tiefgehende KI-Integration, um den Prozess der Website-Erstellung fast vollständig zu automatisieren.
Das System von Strato verfolgt auf das Prinzip der Simplizität. Es gibt zwei Möglichkeiten zur eigenen Seite:
- KI-Website-Generator: Durch die Eingabe von Branche und Firmenname generiert die KI ein komplettes Layout inklusive passender Texte und lizenzfreier Bilder.
- Sektions-Editor: Die Seite wird nicht "frei" gezeichnet, sondern aus fertigen Inhaltsblöcken (Sektionen) zusammengebaut. Dies garantiert, dass das Design auf Mobilgeräten funktioniert.
Vor- und Nachteile im Überblick
Vorteile:
- Hohe Sicherheit & Datenschutz. Als deutsches Unternehmen speichert Strato alle Daten in zertifizierten deutschen Rechenzentren. Die DSGVO-Konformität ist hier Standard.
- KI-Unterstützung: Integrierte KI-Textoptimierer und Bildgenerator sichern die schnelle Erstellung einer Website
- Preis-Leistungs-Verhältnis: Strato sieht sich selbst als Preisbrecher am Markt. Es gibt häufig Aktionen, bei denen im ersten Jahr nur 1 €/Monat als Gebühr anfallen.
- Einfachheit: Die Bedienoberfläche ist weniger überladen als bei Profi-Tools wie Wix. Die Bedienung gelingt oft intuitiv.
- Inklusive Leistungen: Domain, SSL-Zertifikat und professionelle E-Mail-Postfächer sind im Paket enthalten.
- Starres Design: Die Bindung an Sektionen bedeutet wenig kreative Freiheit, eine pixelgenaue Verschiebung von Elementen ist nicht möglich.
- Ein späterer Umzug der Website zu einem anderen Anbieter ist technisch schwierig, da das System proprietär ist.
- Es gibt keinen kostenlosen Tarif. Zusatzkosten: Viele hilfreiche Marketing-Tools (z. B. der "rankingCoach" für SEO) müssen kostenpflichtig dazugebucht werden.
- Support-Einschränkungen: Während der Standard-Support gut ist, kosten erweiterte Service-Optionen (wie 24/7-Hotlines) meist extra.
Zusammenfassung: Ähnlich wie bei IONOS stellt auch Strato einen leistungsfähigen Baukasten zur Verfügung. Besonders in der Kombination mit dem Shopsystem bietet die Software eine einsteigerfreundliche Lösung. Allerdings sind die Preisstruktur – nach dem ersten Jahr – und eine fehlende Möglichkeit zur mindestens testweisen Veröffentlichung einer Website die Kriterien, weshalb ich das System nicht in meine Bewertung aufgenommen habe.
